Artenvielfalt an der Mosel: Weinberge als Zuhause für Bienen und Schmetterlinge

Heute nahm Jutta Blatzheim-Roegler als regionale Abgeordnete wie Sprecherin für Landwirtschaft und Weinbau der GRÜNEN Landtagsfraktion an der Abschlussveranstaltung des Forschungsprojektes "Biodiversität in Weinbausteillagen" des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Mosel teil.

Im Zeitraum von 2011 bis 2022 wurde das Langzeitprojekt "Biodiversität in Weinbausteillagen – Wechselwirkungen zwischen Steillagenbewirtschaftung und Biodiversität unter Berücksichtigung der Ressourcensicherung" vom DLR Mosel, dem Julius Kühn-Institut in Bernkastel-Kues sowie dem in Müncheberg (Brandenburg) ansässigen Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut durchgeführt. Es wurde mit 1,2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

In den Steillagen fanden die Wissenschaftler allein 170 Wildbienenarten sowie fast 60 Falterarten. Ein Teil von ihnen gilt als gefährdet. 

Dass die Steillagen ein Paradies für die Insekten sind, liegt den Erkenntnissen zufolge weniger an den Reben als an den zwischen ihnen lebenden Pflanzen. Vor allem blütenreiche Böschungen an den Querterrassen der Steillagen bildeten „ein besonderes Refugium“ für die verschiedenen Arten.

Aus den Befunden des Langzeitprojekts wurden Tipps für Winzer abgeleitet, die in einer Handreichung „Biodiversität in Weinbausteillagen“ zusammengestellt wurden. Sie sollen helfen, die Insektenvielfalt zu fördern, das richtige Pflanzmaterial für den jeweiligen Weinberg auszuwählen.



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