Eine Kleine Anfrage der GRÜNEN Landtagsfraktion an die Landesregierung zeigt deutlich: Der Bestand an Sozialwohnungen schrumpft in fast allen Landkreisen in Rheinland-Pfalz massiv. Die GRÜNE Landtagsabgeordnete Jutta Blatzheim-Roegler warnt daher vor einer zunehmenden Versorgungslücke für Haushalte mit geringem Einkommen und fordert gezielte politische Maßnahmen.
Am stärksten betroffen ist der Landkreis Bernkastel-Wittlich. Hier reduzierte sich der Bestand von 973 Sozialwohnungen im Jahr 2020 auf 593 im Jahr 2024 – ein Verlust von 380 Wohnungen. Zusätzlich werden bis 2029 nochmals 361 Wohnungen aus der Mietpreisbindung ausscheiden.
Auch im Landkreis Trier-Saarburg zeigt sich eine deutliche Abwärtsentwicklung: Der Bestand ging von 522 auf 296 Wohnungen zurück – ein Minus von 226 Sozialwohnungen. Zusätzlich werden in den kommenden Jahren 157 weitere Wohnungen aus der Bindung fallen.
Im Eifelkreis Bitburg-Prüm halbierte sich der Bestand nahezu: Von 385 Sozialwohnungen im Jahr 2020 verbleiben 2024 nur noch 195, was einem Rückgang von 190 Wohnungen entspricht. Bis 2029 verlieren zudem 91 Wohnungen ihre Mietpreisbindung.
Im Landkreis Cochem-Zell verringerte sich der Bestand an Sozialwohnungen von 358 im Jahr 2020 auf 192 im Jahr 2024, was einem Rückgang von 166 Wohnungen entspricht. Bis 2029 werden voraussichtlich weitere 131 Wohnungen ihre Mietpreisbindung verlieren.
Der Rhein-Hunsrück-Kreis verzeichnet ebenfalls einen starken Einbruch. Der Bestand an geförderten Wohnungen sank von 241 auf 112, ein Minus von 129 Einheiten. Darüber hinaus werden bis 2029 weitere 54 Wohnungen aus der Preisbindung herausfallen.
Jutta Blatzheim-Roegler begrüßt, dass Rheinland-Pfalz die Mittel für den sozialen Wohnungsbau im aktuellen Haushalt deutlich erhöht hat. Dies sei ein wichtiges Signal, dass die Landesregierung das Thema ernst nehme. Sie betont zugleich, dass diese Förderung in den kommenden Jahren unbedingt fortgeführt und weiter ausgebaut werden müsse.
Darüber hinaus plädiert sie sich für eine verbindliche Sozialquote bei Neubauprojekten, damit bei neuen Wohnvorhaben künftig ein fester Anteil sozial geförderter Wohnungen entsteht. Auch im Bestandsbereich sieht sie großes Potenzial: Wohnungen, die durch Umwandlung, Umbau oder Erweiterung geschaffen werden, sollten künftig ebenso gefördert werden wie Neubauten.
Jutta unterstützt die Aktion als Patin an der IGS Morbach und am Gymnasium Traben-Trarbach. Infos hier>>
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