Raus aus der Atomkraft - überall!

"Strahlengefahr durch das AKW Tihange" lautete der Titel einer Veranstaltung des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz zu der Staatsministerin Ulrike Höfken am Jahrestag der Fukushima-Nuklearkatastrophe nach Prüm/ Eifel eingeladen hatte. Deutschland hat nach dieser Reaktorkatastrophe den endgültigen Ausstieg aus der Atomkraft eingeleitet, aber in vielen unserer Nachbarländer wird weiter auf die Atomtechnologie gesetzt.

Insbesondere das belgische AKW Tihange, das nur etwa 80 Kilometer von der rheinland-pfälzischen Grenze entfernt liegt, bereitet mit Meldungen über mehr als 3000 Risse im Reaktordruckbehälter große Sorge. Dies hatte u.a. den Eifeler Bürger Oliver Thömmes zu der Online-Petition „Klage der Landesregierung RLP gegen Cattenom und Tihange“ veranlasst. Rheinland-Pfalz klagt bereits – zusammen mit der Städte-Region Aachen - gegen die Laufzeitverlängerung des AKW Tihange und lässt rechtsanwaltlich die juristischen Möglichkeiten  einer Klage gegen das französiche AKW Cattenom prüfen.

Prof. Dr. Wolfgang Renneberg und Dr. Nikolaus Müllner vom Institut für Sicherheits- und Risikowirtschaft (ISR) der Universität für Bodenkultur in Wien stellten die Ergebnisse ihrer Untersuchung zu den möglichen radiologischen Folgen vor, mit denen im Grenzgebiet im Falle eines ernsthaften Versagens des Reaktordruckbehälters Tihange 2 gerechnet werden müsste. Folgen wie in Tschernobyl und Fukushima, d.h. auch eine dauerhafte Unbewohnbarkeit der Region auf Grund der hohen Strahlenbelastung sind leider ein realistisches Szenario.

Breiten Raum nahm in der Veranstaltung auch der energiepolitische Ansatz ein, wie Atomkraft durch den Ausbau Erneuerbarer Energien überflüssig gemacht werden kann. Dazu stellte der Vorstand der Stadtwerke Trier sowie die regionalen Vertreter bereits Erreichtes und Perpektiven vor, über die die anwesenden Bürger*innen und die Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung anschließend ausführlich diskutierten.  

 

Hier die PM des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums

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