Pressemitteilung

Pressedienst 200 / 2013

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz

 

Wo ist Ramsauer?

Anlässlich der Ankündigung der Deutschen Bahn Netz AG, der Zugausfall in und um Mainz werde länger dauern und umfangreicher werden, erklären Daniel Köbler, Fraktionsvorsitzender und Jutta Blatzheim-Roegler, Verkehrspolitische Sprecherin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:

„Die Deutsche Bahn hat heute einen unternehmerischen Offenbarungseid abgegeben: Vier Krankheitsfälle reichen aus, um einen Hauptbahnhof einer Landeshauptstadt und einen regionalen Knotenpunkt mindestens einen Monat lang faktisch lahm zu legen. Dann muss der Vorsitzende der Netz AG, Frank Sennhenn, obendrein noch einräumen, auch für die Zukunft „keine stabilen Aussagen“ über die künftige Situation machen zu können.“

 

Köbler: „Auch kommunikativ hat die Netz AG versagt. Fast eine Woche und eine Verschlimmerung der Lage braucht es, damit das Unternehmen Stellung bezieht. Das ist ungenügend – aber immer noch besser als Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Ramsauer hat sich bis heute nicht zu den untragbaren Zuständen in Mainz geäußert. Das ist ein politischer Skandal. Wir begrüßen ausdrücklich den Schritt des rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Roger Lewentz, die Beteiligten an einen Runden Tisch zusammen holen zu wollen.“ 

 

Blatzheim-Roegler weiter: „Die Situation in Mainz muss für das Unternehmen absehbar gewesen sein: Eine hohe Anzahl an Überstunden im Mainzer Fahrdienstleiter-Team und eine technische Situation, die es auswärtigen Fahrdienstleistern nicht erlaubt, in Mainz als Aushilfe einzuspringen. Das sind Bedingungen, die absehbar zu den Folgen führen müssen, die wir jetzt haben. Die Gegenmaßnahme der Netz AG, zusätzliche Fahrdienstleiter auszubilden, auch auf die spezielle Mainzer Situation hin, ist richtig – kommt aber viel zu spät.“

 

Köbler und Blatzheim-Roegler abschließend: „Bei aller berechtigten Kritik an Deutscher Bahn und Bundesverkehrsministerium geht unser Dank an die in Mainz verbliebenen acht Fahrdienstleister. Die jetzige Situation muss sie physisch wie psychisch anstrengen. Wir danken ihnen, dass sie durchhalten und Mainz so ein Mindestmaß an Zugverkehr ermöglichen.“



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