Flughafen Hahn

Durchstarten oder Bruchlanden?

Der Regionalflughafen Hahn steckt in einer Krise. Seit Jahren sinkt die Zahl der Flugbewegungen. 2012 waren es 30 Tausend, die wenigsten seit 2004. Und auch das Passagieraufkommen (2,8 Millionen) sank letztes Jahr wieder auf den Wert von 2004, nachdem es schon mal bei über 4 Millionen gelegen hatte. Auf Einladung des SWR 4 diskutierte Jutta Blatzheim-Roegler (Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Bernkastel-Kues, Bündnis 90/Die Grünen) auf der Bühne mit Heinz Rethage (Geschäftsführer Flughafen Hahn), Joachim Mertes (Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Rhein-Hunsrück, SPD), Alexander Licht (Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Bernkastel-Kues, CDU), Thomas Braun (Experte für Luftverkehrswirtschaft, Universität Trier) sowie die SWR4-Moderatoren Thomas Meyer und Ludger Peter über eine mögliche Zukunft. Die wichtigsten Themen: Nachtflug durch die 24-Stunden Betriebserlaubnis und regionale Arbeitsplätze

Der Flughafen Hahn im Hunsrück hat eine lange Geschichte. Er entwickelte sich ab 1952 zum US-Luftwaffenstützpunkt und vor ziemlich genau 20 Jahren wurde er einer der ersten Regionalflughäfen Deutschlands. Der "Hahn" ist das deutsche Drehkreuz für die Billig-Fluglinie "Ryanair" und weil es kein Nachtflugverbot gibt, kommen und gehen die Frachtflugzeuge. Bis zu achttausend Arbeitsplätze entstanden angeblich in der strukturschwachen Region.

Aber auch der nächtliche Lärm ist im Hunsrück unbeliebt: Die BI "Gegen den Nachtflughafen Hahn" tat ihren Unmut kund. Die ländliche Region darf nicht durch laute Frachtmaschinen mit einer Lärmdecke überzogen werden, nur weil dort rein faktisch weniger Menschen als in Ballungsgebieten, etwa dem Rhein-Main-Gebiet, belastet werden. 

Jutta Blatzheim-Roegler ist durchaus bewusst, wie wichtig die Arbeitsplätze in der ländlichen Region sind. Eine GRÜNE Forderung ist deshalb, dass das Gewerbe am und um den Flughafen breiter aufstellt werden muss, um nicht vom Flugverkehr abhängig zu sein. Zudem muss Lärmschutz auch für die Bewohner des Hunsrückes gelten, eine bundeseinheitliche Regelung zum Schutz der Nachtruhe durch den Bund für alle Flughäfen in Deutschland wäre hier ein guter Schritt.

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