Vor Ort in Laubach – Belastung und Gefährdung durch steigenden Durchfahrtsverkehr waren Thema

Auf Einladung des Ortsbürgermeisters Karl Heinz Bohn besuchte Jutta Blatzheim-Roegler die Gemeinde Laubach im Rhein-Hunsrück-Kreis. Die Gemeinde hatte sich an die Verkehrspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion mit der Bitte gewandt, die Initiative des Ortes für den Bau einer Umgehungsstraße zu unterstützen.  Sehr anschaulich präsentierte die Gemeinde die schwierige verkehrliche Situation in Laubach. Belastet wird die Gemeinde durch den Durchgangsverkehr der Landesstraßen 218 und 219. Dies führt zu einer hohen Lärmbelastung (entsprechende Lärmuntersuchungen liegen vor) sowie zu gefährlichen Situationen insbesondere im Bereich der Bushaltestellen sowie im Bereich der Ortseinfahrten. Nach Aussage der Gemeinde hat sich vor allem der Lkw-Verkehr signifikant erhöht. An dem Gespräch nahmen sowohl alle Gemeinderatsmitglieder, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Simmern Michael Boos,  der Planer der Gemeinde Herr Berres sowie der Sprecher des Grünen Kreisverbandes Thomas Görgen teil.

Die Gemeinde hat in den letzten Jahren zahlreiche Bemühungen realisiert, um die Attraktivität des Ortes zu erhöhen. Die Innenentwicklung des Ortes genießt eine hohe Priorität und die Gemeinde investiert gezielt in entsprechende Maßnahmen. Eine kommunale Kindertagesstätte, ein von Vereinen vielfach genutztes Bürgerhaus und eine wegweisende Energieerzeugung gehören dazu.

Um die Ortsdurchfahrt sicherer zu gestalten wurde ein Verkehrskonzept umgesetzt, dass den Durchgangsverkehr in zwei Bereichen in Einbahnstraßen durch den Ort leitet.  Trotzdem trat der gewünschte Effekt nicht ein, weder in Bezug auf eine Verringerung der Durchfahrten noch bezüglich einer Geschwindigkeitsreduzierung. Eigene Geschwindigkeitsmessungen der Gemeinde ergaben „Spitzenwerte“ von 124 km/h im Ortsbereich! Die von der Gemeinde beantragte  Tempo-30-Regelung auf den Durchfahrtsstraßen wurde leider ebenso abgelehnt wie eine räumlich begrenzte Geschwindigkeitsbegrenzung vor den Bushaltestellen und dem kommunalen Kindergarten.

Die Gemeinde hat nun beschlossen, eine Ortsumgehung zu beantragen. Auf eigene Kosten hat die Gemeinde bereits eine Planung erstellt. Frühere Pläne aus den 90-iger Jahren wurden damals nicht realisiert, auf Grund der zwischenzeitlich ausgedehnten Ortsrandlagebebauung können die damaligen Trassenpläne auch nicht weiter verfolgt werden.

Blatzheim-Roegler machte im Gespräch deutlich, dass die Landesregierung aus gutem Grund im Landeshaushalt den Erhalt von Straßen vor Neubau gestellt hat. Trotzdem sei die Prüfung von einzelnen Projekten unter bestimmten Voraussetzungen nachwievor möglich. Sie sagte zu, sich beim Verkehrsministerium dafür einzusetzen, dass  die aktuellen Zahlen zur Verkehrsbelastung der Gemeinde auf den Landesstraßen 218 und 219 im Ortsbereich ebenso erhoben werden wie die Feststellung von Mautausweichverkehren (von der A 61).

Um der Gemeinde in ihrem Bestreben nach einer kurzfristigen Verbesserung der Verkehrssicherheit und vor allem zur Reduzierung des Gefährdungspotentials durch den Durchgangsverkehr  zu unterstützen, wird sie das Ministerium bitten,  die von der Verkehrsbehörde abgelehnte Tempo-30-Regelung erneut zu überprüfen. Eine kurzfristige Umsetzung der Tempo-30-Regelung sehen Blatzheim-Roegler und der Grüne Kreissprecher Thomas Görgen ebenso wie die Gemeinderatsmitglieder in Laubach als dringend geboten an.



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