Jutta Blatzheim-Roegler einstimmig zur Direktkandidatin gewählt

Der Landtagsabgeordneten aus Bernkastel-Kues wurde in der Wahlkreiskonferenz das Vertrauen aller anwesenden GRÜNEN Mitgliedern des Wahlkreises 23 (Bernkastel-Kues/Morbach/Kirchberg [Hunsrück]) ausgesprochen. Bereits seit 2011 sitzt sie als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz. In einer kämpferischen Rede stellte sie als großen Erfolg der rot-grünen Landesregierung die Einrichtung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald hervor. Blatzheim-Roegler, die tourismuspolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, sieht darin auch ein großes wirtschaftliches Potential für den Hunsrück. „Vor allem freut mich, dass die Menschen in der Nationalpark-Region, egal welcher Partei-Couleur, voll und ganz hinter dem Projekt stehen. Die steigenden Gästezahlen in unserer Region, vor allem natürlich im weltberühmten Moseltal, zeigen, dass wir das Glück haben, in einer Landschaft zu leben, in der andere Urlaub machen!“.

Kritisch setzte sie sich mit dem Regionalflughafen Hahn auseinander. Regional gelte es, weiter auch nicht flug-affine Gewerbeansiedlungen zu unterstützen. „Wir GRÜNE predigen seit Jahrzehnten, dass man die wirtschaftliche Entwicklung rund um den Hahn nicht alleine auf Billigflieger und Luftfracht setzen darf.“ Der Flughafen ist in der Umstrukturierung und steht zum Verkauf an. Im Koalitionsvertrag hatten die GRÜNEN durchgesetzt, dass Landessubventionen schnellstmöglich abgebaut werden, die neuen EU-Leitlinien unterstützen diese Politik.

 

Als alternativlos bezeichnete Blatzheim-Roegler die Energiewende, auch wenn man sich vor Ort gelegentlich mit Windkraft-Gegner auseinandersetzen müsse. “Infrastrukturelle Maßnahmen sind immer Eingriffe in die Landschaft, egal ob es sich um Straßen, Baugebiete oder eben Windräder handelt.“ Gegen das französische Atomkraftwerk will die GRÜNE weiter protestieren „Der Schrottreaktor stellt eine ständige Bedrohung dar und muss schleunigst abgeschaltet werden!“

 

Als Verkehrspolitikerin will sie sich weiter für ein bedarfsgerechtes, funktionierendes öffentliches Verkehrsnetz einsetzen und Schienenreaktivierungen, wie etwa die der Hunsrückbahn, voranbringen. Vehement spricht sie sich gegen Straßenneubau-Projekte aus, Priorität habe der Erhalt.

 

Beim Thema Flüchtlingspolitik ist sich die Abgeordnete sicher, dass Rheinland-Pfalz die immense Herausforderung stemmen wird. Die Landesregierung bereite zusammen mit Kommunen weitere winterfeste Unterkünfte vor.



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